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Ford gibt Gas: In Frankfurt debütieren die Serienversion des Ford Focus ST sowie der Ford Fiesta ST Concept

Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt stellt Ford zwei aufregende Fahrzeuge vor, die das Performance-Label „ST“ in die ganze Welt tragen werden: die Serienversion des neuen Ford Focus ST und den Fiesta ST Concept. Beide basieren auf den aktuellen, global eingesetzten Kompaktsegment-Architekturen von Ford und bieten damit optimale Voraussetzungen, sämtliche Märkte an der Faszination der ST-Modelle teilhaben zu lassen.

„Mit solch einzigartigen Hochleistungsmodellen wie dem Ford Focus ST nutzen wir das Potenzial unserer global einheitlichen Fahrzeug-Architekturen voll aus“, erklärt Derrick Kuzak, Group Vicepresident der Ford Motor Company und zuständig für die globale Produktentwicklung. „Zum einen profitieren wir von den Effizienzvorteilen der weltweit gleichen Plattformen, zum anderen führen wir das geballte Sportwagen-Know-how unserer Ingenieure auf allen Kontinenten zusammen. So können wir immer mehr Kunden rund um den Globus attraktive Performance-Fahrzeuge anbieten und sind zudem noch besser aufgestellt für Herausforderungen im weltweiten Motorsport.“

Als erstes Hochleistungsmodell, das gleich in 40 Ländern – darunter neben Europa auch die USA, Kanada, Mexiko, Südafrika, Australien und Neuseeland – auf den Markt kommt, präsentiert Ford auf der Frankfurter IAA den Ford Focus ST. Der gleichzeitig vorgestellte Fiesta ST Concept erweitert die Vision der „Welt-Sportversionen“ um eine faszinierende Variante und deutet an, dass von Ford in dieser Hinsicht noch einiges zu erwarten ist.

„Die globale Produktstrategie ONE Ford ermöglicht uns dieses Vorgehen – auf ihrer Basis erhalten mehr Kunden als je zuvor Zugang zu aufregenden Sportmodellen“, betont Kuzak. „Außerdem versetzt uns die globale Ausrichtung des ST-Programms in die Lage, mit dem Ford Focus und Fiesta weltweit Motorsport zu betreiben.“

Jost Capito, Direktor Global Performance-Fahrzeuge und Motorsport-Entwicklung: „Es ist faszinierend, erstmals Performance-Modelle zu präsentieren, die in weltweiter Zusammenarbeit entwickelt wurden und für Kunden rund um die Welt bestimmt sind“, erklärt der Deutsche. „Zudem ist diese neue ST-Generation auch im übertragenen Sinne Weltklasse, denn sie wurde von den weltweit besten Sportwagen-Experten von Ford entwickelt.“

Neue ST-Generation besitzt sportliche Gene

Die ST-Modelle sind traditionell der ideale Einstieg in die Welt der Hochleistungs-Fahrzeuge von Ford. Sie vereinen herausragende Fahrleistungen mit einem ausgewogenen Fahrverhalten. Durch die gelungene Balance zwischen sportlich-straffer und dabei immer noch komfortabler Abstimmung sind sie aufregend zu fahren und dennoch voll alltagstauglich. Jeder Ford ST bietet sportlich orientierten Kunden ein hohes Maß an Fahrspaß. Gleichzeitig verleugnen diese Versionen niemals ihre praktische Seite und fühlen sich auf einer kurvenreichen Landstraße ebenso zuhause wie bei der täglichen Fahrt zur Arbeit.

Auch wenn die Produktstrategie von Ford weitere, noch kraftvollere Modelle vorsieht: Die ST-Familie bildet eindeutig den Dreh- und Angelpunkt der Performance-Versionen. Als Basis der gesamten globalen Sportpalette von Ford tragen sie bereits alle dynamischen Gene in sich, die auch die noch höher angesiedelten Hochleistungs-Versionen kennzeichnen. Dieses „Erbgut“ aller sportlichen Modelle von Ford kreierte die Performance Vehicles-Group, die sich aus dem europäischen Ford Team RS und dem nordamerikanischen Special Vehicle Team (SVT) zusammensetzt. Diese Sportwagen-Spezialisten definierten gemeinsam die charakteristischen Eckpfeiler der zukünftigen für den Weltmarkt bestimmten Sportmodelle. Nicht anders als das menschliche Erbgut legt diese spezifische Performance-DNA die Schlüsselmerkmale kommender Generation fest. So kreierte die Performance Vehicles-Group eine ganz bestimmte Vision, wie ein Hochleistungs-Fahrzeug von Ford unverwechselbar klingen, fahren und sich anfühlen soll. Zudem teilen sich die ST-Modelle ganz bestimmte äußere Merkmale wie etwa die spezifischen Außenlackierungen, Styling-Elemente, Innenraum-Designs und fahrerorientierte Ausstattungsmerkmale.

Für Fans sicherlich einer der interessantesten Aspekte: Das ST-Erbgut definiert ein bestimmtes Niveau an Motor- und Fahrleistungen sowie die Handling-Eigenschaften. Die ST-Versionen legen gegenüber ihren „zahmeren“ Basismodellen folglich einiges an Power zu. Genauso wurden Zielmarken für das Bremsvermögen und die erreichbare Querbeschleunigung von der Ford Performance Vehicles-Group im Vorfeld klar benannt.

Auch an Merkmalen wie dem Lenkgefühl, dem Motorsound und der Fahrwerksabstimmung sollen Kunden einen Ford ST auf Anhieb erkennen, sobald sie hinterm Steuer Platz nehmen. Unter dem Strich wird die DNA aller zukünftigen ST-Modelle die Kundenerwartungen prägen – und mehr als erfüllen. „Wir haben diese gemeinsamen Merkmale sehr sorgfältig erarbeitet. Sie sind entscheidend für die Entwicklung von Performance-Fahrzeugen, die Kunden in aller Welt ansprechen“, betont Jost Capito. „Ab sofort gilt: Sobald du in einem Ford ST-Modell sitzt, weißt du, wofür dieses Kürzel steht.“

ST-Performance auf sechs Kontinenten

Schon die bisherige Generation des Ford Focus ST wurde außer in Europa auch in Australien, Mexiko, Neuseeland und der Republik Südafrika verkauft. Der neue faszinierende Ford Focus ST – der auf der global einheitlichen Fahrzeug-Architektur aufbaut – wird nach seinem Verkaufsstart in mehr als 40 Ländern auf sechs Kontinenten angeboten. In Nordamerika ist der fünftürige Ford Focus ST das erste kompakte Performance-Modell von Ford seit dem Ford Focus SVT auf Basis der ersten Modellgeneration.

„Auto-Enthusiasten können jetzt in New York, Sydney oder Berlin den gleichen Ford Focus ST erwerben“, erklärt Matthias Tonn, Chef-Ingenieur für den Ford Focus ST. „Wir liefern dieses Fahrzeug in jedes Land, in dem schnelle Autos gefragt sind. Und ganz gleich, wo sich jemand hinter das Steuer eines Ford Focus ST setzt: Er wird überall die gleichen Fahreigenschaften, denselben Stil und das gleiche faszinierende ST-Gefühl erleben.“

Im Ford Werk Saarlouis werden die Modelle für den europäischen Markt sowie für Australien, Neuseeland, Südafrika und weitere Weltregionen gebaut. Die nordamerikanischen ST-Versionen entstehen im US-Werk Michigan. Die globale Arbeitsteilung bei der Produktion des neuen Ford Focus ST steht übrigens Modell für das Design, die Konstruktion, die Entwicklung, die Fertigung und die Distribution zukünftiger Performance-Modelle von Ford. Gute Aussichten also für leistungshungrige Autofahrer in aller Welt.

Regionale Anpassungen ohne Kompromisse bei der sportlichen DNA

Ein weltweit einheitliches Fahrzeug auf den Markt zu bringen, stellt wegen der teils sehr unterschiedlichen Zulassungs- und Umweltgesetzgebungen spezielle Anforderungen an die Entwicklungs-Ingenieure. Auf Basis der globalen Produktstrategie „ONE Ford“ konnten sie diese Herausforderungen lösen, ohne Kompromisse bei den Kernmerkmalen des ST einzugehen. Im Gegenteil: Die Produktstrategie, vorher nur in bestimmten Teilen der Welt erhältliche Fahrzeuge nun weltweit anzubieten, kam der ST-Entwicklung – wie schon skizziert – eindeutig zugute. Andererseits stellt sich bei diesem Vorhaben die Frage: Kann ein einziges Performance-Modell die möglicherweise unterschiedlichen Ansprüche der Auto-Enthusiasten rund um den Globus erfüllen?

„Unsere weltweit aufgestellte Performance Vehicles-Group hat schnell erkannt, dass sich die Freunde sportlicher Autos gar nicht so sehr unterscheiden“, liefert Capito die Antwort. „Dynamische Fahrleistungen, knackiges Handling, aufregende Optik und das Gefühl, ein besonderes Auto zu bewegen – das sind universelle Bedürfnisse von Enthusiasten. Ganz gleich, ob sie auf einem kalifornischen Highway, auf schottischen Landstraßen oder auf Berliner Boulevards unterwegs sind.“

Der Charakter des Ford Focus ST passt also. Auch das hohe Niveau an aktiver und passiver Sicherheit wurde dem kompakten Erfolgsmodell in die globale Wiege gelegt. Bleiben nur noch marginale Anpassungen an die jeweiligen regionalen Gesetzgebungen. So kalibrierte die Global Performance Vehicles-Group beispielsweise das Motormanagement für die unterschiedlichen Kraftstoffqualitäten und stellte sicher, dass das Sportmodell die Fahrgeräusch-Grenzwerte rund um den Globus einhält. Das Ergebnis ist ein ausgereiftes Performance-Fahrzeug, das sein Potenzial nun in den Händen von Sportfahrern in aller Welt entfalten kann.

Das nächste ST-Modell steht bereits in den Startlöchern

Auf der Frankfurter IAA präsentiert Ford eine Vision, wie die Marke die globale ST-Saga fortschreiben könnte: den Ford Fiesta ST Concept. Das muskulöse Auftreten des Fiesta ST Concept wurde unverkennbar vom Ford Fiesta RS WRC aus der Rallye-Weltmeisterschaft inspiriert, mit dem Ford 2011 in Schweden gleich den ersten WM-Lauf für die neue Generation der World Rally Cars gewann.

Im Fiesta ST Concept kommt der ebenso sparsame wie kraftvolle 1,6-Liter-EcoBoost-Motor zum Zuge. Der fortschrittliche Vierzylinder-Turbo mit Benzin-Direkteinspritzung leistet im Fiesta ST Concept 132 kW (180 PS) und mobilisiert ein maximales Drehmoment von 240 Nm. Damit sprintet der kompakte Sportler in weniger als sieben Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit jenseits der 220-km/h-Marke. Begünstigt durch die effiziente Auslegung des Downsizing-Triebwerks verursacht der Fiesta ST Concept dabei weniger als 140 g/km an CO2-Emissionen. Weitere technische Merkmale des Concept Cars sind ein 6-Gang-Schaltgetriebe und ein Sportfahrwerk, welches das gewünschte dynamische Fahrverhalten perfekt umsetzt.

Der Gedanke an eine mögliche Serienproduktion des Fiesta ST Concept wird noch reizvoller durch einen Blick auf die stolze Tradition des Basismodells: Mehr als 35 Jahre – also fast bis zum Debüt der ersten Fiesta-Generation – reicht die Geschichte von High-Performance-Fiesta in Europa zurück. Ikonen wie der Fiesta XR2 und XR2i, Fiesta RS Turbo und natürlich der erste Fiesta ST prägen diese Historie. 

„Wenn sich Freunde des sportlichen Autofahrens den neuen Ford Focus ST und den Fiesta ST Concept ansehen, wissen sie, dass beide Modelle alles liefern, was einen ST ausmacht. Und sie können sich darauf verlassen, dass beide eine ausgewogene Performance, ein identisches Fahrgefühl, den gleichen Auftritt und eine fahrerorientierte Bedienung bieten“, sagt Jost Capito. „Wir haben beide Fahrzeuge aus derselben DNA entwickelt.“

Ford Focus und Fiesta im Motorsport

Die Strategie, sowohl Serienfahrzeuge als auch die davon abgeleiteten Performance-Modelle global zu entwickeln und zu vermarkten, bietet auch für das Motorsport-Engagement der Marke neue, vielversprechende Perspektiven.

„Der Ford Focus, ganz besonders die ST-Version, bildet eine hervorragende Basis für Motorsport-Einsätze“, erklärt Capito. „Wir entwickeln derzeit einen weltweit einsetzbaren Tourenwagen auf der ST-Plattform, der zum weltweit gültigen Technischen Reglement passt und ab 2012 in vielen nationalen Meisterschaften eingesetzt werden kann. Es gibt eine Menge Anfragen von Teams aus aller Welt – sie lieben die Optik dieses Autos und wissen, dass der Ford Focus schon in seiner Basisversion durch außergewöhnlich gutes Handling begeistert. Dass Ford den Aufbau einer Rennversion offiziell unterstützt, heizt das Interesse zusätzlich an.“

Der Welt-Tourenwagen auf Ford Focus-Basis startete 2011 bereits in der Britischen Tourenwagen-Meisterschaft BTCC. Als Ergänzung zu dieser Version unterstützt Ford private Rennställe in aller Welt beim Aufbau eines Fahrzeugs nach S2000-Spezifikation. Positiver Nebeneffekt für die Käufer von Serienmodellen: Alle Erfahrungen bei der Entwicklung der Rennfahrzeuge fließen zurück in die Serienentwicklung.

Auf der IAA 2011 stellt Ford außerdem den aktuellen Fiesta RS WRC für die Rallye-Weltmeisterschaft aus. Der Allradler mit seinem rund 300 PS starken 1,6-Liter-EcoBoost-Triebwerk ist das erste Wettbewerbsfahrzeug von Ford, das über Benzin-Direkteinspritzung verfügt. Beim Debüt, der WM-Rallye Schweden im Februar 2011, schrieb der Fiesta RS WRC bereits Geschichte: Der Gesamtsieg und alle Podestplätze gingen an Piloten des Newcomers mit dem Blauen Oval. Sehen lassen kann sich auch das Fahreraufgebot von Ford in der Rallye-WM: Neben den Werksfahrern Mikko Hirvonen, Jari-Matti Latvala und Khalid Al Qassimi tritt bei den meisten Läufen der durch seine sensationellen Stunt-Fahrten weltberühmte US-Amerikaner Ken Block in einem Fiesta RS WRC für das werksunterstützte Monster World Rally Team an.

Den Fiesta RallyCross – befeuert von einem mehr als 500 PS starken 2,0-Liter-Duratec-Triebwerk – setzt Ford in der Global RallyCross Championship GRC und der RallyCross-Europameisterschaft sowie bei den US-amerikanischen X-Games ein. In dieser Saison siegte der Fiesta bei allen drei Läufen zu der in Nordamerika ausgetragenen GRC – sowohl im AWD SuperRally-Wettbewerb und bei den reinen RallyCross-Events. Erst im August 2011 gab es für den Ford Fiesta einen Dreifachsieg durch Brian Deegan, Tanner Foust und Marcus Grönholm beim RallyCross-Wettbewerb der X-Games 2011 – der dritte Finalsieg des Fiesta in Folge.

13.09.2011 / Ford

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