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Ford schickt Rallycross-Fiesta mit Marcus Grönholm am Steuer zum US-Rennen Pikes Peak

Kaufen können US-Autofahrer den neuen Fiesta erst ab kommendem Jahr, ihn in einer besonders spektakulären Wettbewerbsvariante bewundern dürfen sie schon in diesem Sommer: Ford schickt zwei über 800 PS starke Allradversionen des in Europa ausgesprochen erfolgreichen Kleinwagens in das legendäre „Pikes Peak“-Bergrennen.

Am Steuer: Rallye-Ikone Marcus Grönholm (41) und der vierfache schwedische Rallye-Champion Andreas Eriksson (35), der als Chef des Teams Olsbergs Motor Sport Evolution (OMSE) auch für den Einsatz verantwortlich zeichnet. Ihr Ziel: Sie wollen die 19,99 Kilometer (12,42 Meilen) und 156 Kurven der legendären Asphalt- und Schotterstrecke erstmals in weniger als zehn Minuten bezwingen. Der aktuelle Rekord liegt bei 10.01,408 Minuten.

„Der neue Fiesta spielt für die Erweiterung unserer nordamerikanischen Produktpalette eine wichtige Rolle“, erläutert Jim Farley, Group Vice President Ford Marketing and Communications. „Entsprechend aggressiv haben wir die Kampagne angelegt, um dieses Modell bereits vor der offiziellen Markteinführung 2010 einem breiten Publikum bekannt zu machen. Dank Andreas Eriksson und Marcus Grönholm können wir jetzt auch die zahlreichen US-Rennfans für die umfangreiche Motorsport-Tradition begeistern, die fest mit der Geschichte des Fiesta verbunden ist.“

Der „Pikes Peak International Hill Climb“ (PPIHC) ist die zweitälteste Rennveranstaltung überhaupt in den Vereinigten Staaten. Sie bezieht ihren Namen von einem 4.302 Meter hohen Berg aus der „Front Range“ der Rocky Mountains, ein beliebtes Ausflugsziel weit über den Bundesstaat Colorado hinaus. Bereits bei der Erstausgabe dieses Klassikers im Jahr 1916 war Ford mit vier Fahrzeugen im Starterfeld vertreten. 1922 trug sich die Marke erstmals in die Siegerliste ein: Noël Bullock als klarer Außenseiter hatte mit seinem selbst vorbereiteten, gut 50 PS starken Typ 179ci das „Race to the Clouds“ in neuer Bestzeit von 19.50,9 Minuten errungen – ohne einen einzigen Trainingslauf.

„Wir freuen uns, dass ein so erfahrenes und erfolgreiches Team wie Olsbergs Motor Sport Evolution mit seinem Rallycross-Fiesta den Sprung über den Atlantik wagt und die Herausforderung Pikes Peak in Angriff nimmt“, so Brian Wolfe, Direktor Ford North America Motorsports. „Auf diese Weise können sie den amerikanischen Rennfans zeigen, was dem Rest der Welt längst weiß – dass der Ford Fiesta ein fantastisches Straßenauto und ein hervorragender Rennwagen ist.“

Jost Capito, Director Global Motorsport Business Development der Ford Motor Company: „Für den Fiesta als eines unserer wichtigsten Modelle für künftige Motorsportaktivitäten ist der Pikes Peak ein bedeutender Schritt. Ich freue mich bereits darauf, Marcus Grönholm und Andreas Eriksson bei diesem Klassiker in Aktion zu erleben.“

Die beiden Rallycross-Fiesta, mit denen der zweifache Rallye-Weltmeister Grönholm und sein Teamchef Eriksson am 19. Juli den Streckenrekord ins Visier nehmen, basieren auf der 3-türigen Karosserievariante. Ihre brachiale Kraft von mehr als 800 PS schöpfen die Allradler aus einem 2,0 Liter großen Duratec-Vierzylinder mit Turboaufladung. Das spezielle Fahrwerk entstand in enger Zusammenarbeit zwischen OMSE, dem Dämpferspezialisten Öhlins und den Ingenieuren des europäischen Ford Team RS, die auch das Engagement von Ford in der Rallye-Weltmeisterschaft betreuen. Reifenspezialist Michelin stellt entsprechende Rallye-Pneus und seinen umfangreichen Pikes Peak-Erfahrungsschatz zur Verfügung. Obwohl selbst in dieses Projekt nicht involviert, steht Ford Racing North America dem Team vor Ort mit logistischer Hilfestellung zur Seite.

„Wir haben während der Winterpause Tag und Nacht gearbeitet, um den Fiesta pünktlich zum Beginn der Rallycross-Europameisterschaft auf die Räder zu stellen“, so Eriksson. „Entsprechend stolz sind wir, in Portugal mit dem brandneuen Auto bereits beim zweiten EM-Lauf den hochverdienten ersten Sieg eingefahren zu haben. Jetzt wartet die nächste faszinierende Herausforderung auf uns. Der Pikes Peak ist eine Legende, die bevorstehende Aufgabe schwierig. Aber ich bin überzeugt davon, dass wir im Kampf um die zehn-Minuten-Schallmauer zu den chancenreichsten Teilnehmern gehören und dem Fiesta ein erfolgreiches Renndebüt in den USA ermöglichen werden.“

Das kommende Rennpferd im Rallye-WM-Stall von Ford: Der Fiesta S2000
Auf dem europäischen Automobilmarkt hat sich die jüngste Generation des Fiesta sofort als Sieger etabliert. Jetzt gehört dem im dynamischen „Ford kinetic Design“ gestalteten Kleinwagen auch auf den Rallye-Pisten in aller Welt die Zukunft. So entsteht derzeit in den Hallen von M-Sport – dem Team, das für Ford die Werkseinsätze in der Rallye-Weltmeisterschaft übernimmt – ein Fiesta S2000. Er entspricht jenem Reglement, das mit Beginn der Saison 2011 die aktuellen World Rally Cars ablösen wird. Damit ist das neue Wettbewerbsgerät der Nachfolger des Ford Focus WRC, mit dem die Marke seit 1999 zwei Konstrukteurs-Titel (2006 und 2007) sowie nicht weniger als 37 WM-Läufe gewonnen hat – zuletzt am vergangenen Wochenende bei der Rallye Italien auf Sardinien: Die Werksfahrer Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila und Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen erkämpften mit ihren gut 300 PS starken Turbo-Allradlern die Plätze eins und zwei für ihr Team BP Ford Abu Dhabi.

Ebenfalls auf Sardinien setzte Ford mit einem seriennäheren Rennwagen klare Zeichen: dem neu entwickelten Fiesta R2, der im Rahmen des sechsten von zwölf WM-Saisonläufen der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Er basiert auf dem Fiesta Sport mit 88 kW (120 PS) starkem 1,6-Liter-Duratec Ti-VCT-Motor. In ein vollwertiges Rallye-Gerät für Privatiers und Nachwuchstalente, das die strengsten Sicherheitsanforderungen der Sporthoheit FIA erfüllt, verwandelt er sich mittels eines speziellen, von M-Sport entwickelten Umbausatzes. Als Nachfolger des Fiesta ST bildet der neue R2 fortan die Basis für die populäre Fiesta SportTrophy. Dieser 2006 erstmals veranstaltete Markenpokal bietet jungen Fahrern ein ideales Karriere-Sprungbrett. Er wird inzwischen in mehr als zehn Ländern ausgeschrieben. Hinzu kommt die internationale Serie, die in diesem Jahr sechs europäische WM-Läufe umfasst.

„Fiesta Movement“: Ford nutzt Internet-Kampagne vor US-Markteinführung
Vor der für 2010 vorgesehenen Einführung des Fiesta in den USA nutzt Ford auch unkonventionelle Maßnahmen, um den Bekanntheitsgrad des modernen Europäers zu steigern und in den Dialog mit potenziellen US-Kunden zu treten. Zentraler Bestandteil der umfangreichen Aufmerksamkeits-Kampagne ist das „Fiesta Movement“: 100 ausgewählte Interessenten kommen seit dem Frühjahr für sechs Monate in den Genuss des neuen Modells. Am Steuer der noch in Köln gebauten Fronttriebler verfolgen diese „Agenten“ – zumeist junge Trendsetter – unterschiedliche „Missionen“, die sie zu spannenden Orten führen, mit anderen interessanten Menschen bekannt machen und interessante Erlebnisse bescheren. Über sogenannte „Social Networks“ wie YouTube, Flickr oder Facebook teilen sie ihre dabei gesammelten Eindrücke, Impressionen und Erlebnisse mit anderen Interessenten. Angenehmer Nebeneffekt: Ford generiert auf diesem Wege wichtige Informationen über die Wünsche und Bedürfnisse des Zielpublikums.

Der moderne Fiesta – jüngstes Kapitel einer 30-jährigen Erfolgsstory
Seit seinem Marktdebüt im vergangenen August feiert die jüngste, von Grund auf neu entwickelte Generation des Fiesta stürmische Erfolge. Alleine im April 2009 fanden in Europa 43.000 Einheiten einen Käufer und verliehen damit dem Marktanteil von Ford Flügel. Seit Jahresbeginn konnte das Unternehmen mehr als 151.000 Exemplare ausliefern. Damit hat dieses Modell die durchschlagendste Einführung in der Geschichte der Baureihe erlebt und sich als europäischer Bestseller im Produktangebot von Ford erwiesen.

Ab 2010 rollt der aktuelle Fiesta nicht nur im Stammwerk Köln sowie im spanischen Valencia vom Band, sondern erobert von Mexico, Thailand und China aus die Märkte weltweit – darunter zum ersten Mal in der 30-jährigen Geschichte dieser Modellreihe auch Nordamerika.

04.06.2009 / Ford

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