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Ford-Brennstoffzellenfahrzeuge ohne Mängel bei der Hauptuntersuchung des TÜV Rheinland

Das hat es noch nie gegeben: Gleich vier zukunftsweisende Ford Focus mit Brennstoffzellenantrieb kamen heute nach drei Jahren Praxiseinsatz zur Hauptuntersuchung (HU) in die TÜV Rheinland-Servicestation in Köln-Poll. Dort überprüften die Kraftfahrt-Experten des TÜV Rheinland die seriennahen Prototypen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften auf ihre Verkehrssicherheit. Ergebnis: keine Beanstandungen! Die Sachverständigen attestierten allen vier High-Tech-Brennstoffzellenautos auch nach Fahrleistungen von bis zu 20.000 Kilometern einen einwandfreien technischen Zustand und klebten die gelbe HU-Plakette auf die Nummernschilder. Der nächste Check liegt in zwei Jahren an.

Im Mittelpunkt der Hauptuntersuchung stand, wie bei konventionellen Fahrzeugen, die Verkehrssicherheit – also etwa die Kontrolle von Antriebseinheit, Fahrwerk, Lenkung und Beleuchtung. Außerdem checkten die TÜV Rheinland-Ingenieure die Funktionsfähigkeit des regenerativen Bremssystems. Die Wasserstofftanks hatten die erforderliche Gas-Anlagen-Prüfung (GAP) durch den TÜV Rheinland bereits vor einigen Wochen bestanden. Sie darf zum Zeitpunkt der HU nicht länger als 12 Monate zurückliegen. Im Rahmen der HU wurde daher nur noch einmal mit einem speziellen Detektor überprüft, ob die Druckbehälter, in denen der Wasserstoff bei 350 bar gespeichert ist, möglicherweise undicht sind. Besonderes Augenmerk galt auch der Batterie, den Isolierungen der Leitungen sowie dem Elektromotor, da hier Spannungen von bis 300 Volt anliegen. "Bereits seit Jahren unterstützen wir Ford bei der Entwicklung und Zulassung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen und konnten deshalb bei der Hauptuntersuchung auf unser fundiertes Know-how zurückgreifen", erklärte Gerd Mylius, Leiter der Technischen Prüfstelle NRW beim TÜV Rheinland. "So sorgen wir in enger Kooperation mit Ford dafür, dass die europäischen Behörden zum richtigen Zeitpunkt, also wenn alle gesetzlichen Forderungen erfüllt sind, die Typgenehmigungen für die Fahrzeuge erteilen". Da es sich bei den vier Ford Focus-Brennstoffzellenfahrzeugen um Elektroautos mit null Emissionen handelt, und aus dem Auspuff lediglich Wasserdampf und etwas warme Abluft entweicht, entfiel die im Rahmen der HU ebenfalls vorgeschriebene Abgasuntersuchung (AU). Der Ford Focus Brennstoffzelle ist eine viersitzige Limousine auf Basis des Ford Focus I. Das Fahrzeug kombiniert eine leistungsstarke Brennstoffzelle mit einem zusätzlichen Energiespeicher, einer 250 Volt-Batterie. In der Summe ist der Ford Focus Brennstoffzelle ein Elektroauto mit einer Reichweite von über 300 Kilometern sowie sehr guten Handlingeigenschaften und Fahrleistungen. Der Ford Focus Brennstoffzelle bezieht den Hauptteil seiner Antriebsenergie aus gasförmigem Wasserstoff, der bei 350 bar an Bord gespeichert wird. In der Brennstoffzelle reagiert der Wasserstoff mit dem Luftsauerstoff. Dabei wird elektrische Energie (Strom) erzeugt. Der Strom treibt einen Elektromotor an, dieser das Fahrzeug - der Wirkungsgrad liegt deutlich über dem heutiger Benzin- oder Dieselmotoren. Die vier vom TÜV Rheinland untersuchten Ford-Brennstoffzellenautos nehmen an der Clean Energy Partnership (CEP) in Berlin teil – dies ist ein von der Bundesregierung geförderter, zunächst bis Ende 2007 befristeter Praxis-Großversuch, bei dem vor allem die Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen (insgesamt 17 Autos unterschiedlicher Hersteller, darunter Ford) in der Praxis erprobt werden soll. Ford betreibt diese High-Tech-Autos in Berlin nicht selbst, sondern gibt sie auf Leasingbasis in Kundenhand. Ford betreibt weltweit eine Flotte von über 30 Brennstoffzellenfahrzeugen, die rund um die Uhr Messdaten aufzeichnen, die auf den unterschiedlichen Einsatzprofilen der Fahrzeuge und auf den individuellen Fahrstilen der Fahrer basieren. Diese Erkenntnisse fließen in vollem Umfang in die weitere Entwicklung der Ford-Brennstoffzellenautos ein.

13.11.2007 / Ford

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