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Ford bremst Jaguar-Produktion

Der US-Autokonzern Ford bremst offenbar wegen wachsender Verluste seine Luxuswagen-Tochter Jaguar. Die Produktion werde zurückfahren. Im Zuge der Einschränkung seien aber keine Entlassungen geplant, fügte Hume ohne Nennung weiterer Einzelheiten hinzu.

Die Meldung wurde von Don Hume, Sprecher von Fords Premier Automotive Group (PAG), nach Angaben des "Wall Street Journal" bestätigt. Zur PAG zählen die Marken Volvo, Aston Martin, Jaguar und Land Rover. Jaguar werde am Freitag Details der Pläne bekannt geben, schreibt das Blatt unter Berufung auf ein Gewerkschaftsmitglied. Die Hersteller von Luxusfahrzeugen bei Ford machten wachsende Verluste. Die "stotternde" Entwicklung im Luxuswagen-Geschäft lasse Analysten immer mehr daran zweifeln, dass Ford den angestrebten Vorsteuergewinn von sieben Milliarden US-Dollar (rund 5,7 Milliarden Euro) jährlich ab Mitte des Jahrzehnts erreicht, heißt es weiter. Ein Drittel davon sollten die Marke Lincoln und die Premier Automotive Group liefern. Das Problem von Jaguar sei ein Zusammenfallen von schleppendem Absatz und Überkapazitäten. Jaguar beschäftige in drei Werken 8.560 Mitarbeiter. Diese hätten 2003 insgesamt 126.122 PKW oder 14 Stück pro Kopf montiert. Dagegen sei die Produktivität im schwedischen Volvo-Werk Torslanda mehr als doppelt so hoch. Dort hätten 54.721 Beschäftigte 158.466 PKW und damit 29 pro Mitarbeiter gefertigt.

19.08.2004 / rpo

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