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Ford: "Badewanne" Motiv auf Wohlfahrtsmarke

Eine automobile Legende aus Köln ist seit heute als Motiv auf einer Wohlfahrtsmarke der Deutschen Post verewigt. Der chromgrüne Ford 17M P3 aus dem Jahr 1960 mit dem liebevollen Beinamen „Badewanne“ ziert die neue Sondermarke mit einem Wert von 55 Cent und einem zusätzlichen Spendenanteil von 25 Cent für die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.

Sie gehört zu einem Satz, auf dem insgesamt fünf Oldtimer zu sehen sind. Diese Marken wurden am Donnerstag, 2. Oktober 2003, offiziell Bundespräsident Johannes Rau durch Bundes-Finanzminister Hans Eichel vorgestellt. Der 1960 eingeführte Ford Taunus 17M stellte eine echte Revolution im europäischen Automobildesign dar, und so brachte dann auch die Mehrheit der Deutschen dem neuen Ford auf Anhieb Sympathien entgegen: Querliegende, ovale Hauptscheinwerfer hatte bis dahin kein europäisches Auto besessen. Dazu kamen die niedrige Gürtellinie, leicht gewölbte Seitenscheiben und eine große Frontscheibe, die bis ins Dach hineinragte. Zudem sah der Wagen nicht nur gut aus, sondern war mit einem cw-Wert von 0,40 auch aerodynamisch ausgezeichnet durchgebildet und deutlich sparsamer als seine gleich motorisierten Vorgänger. Auch die Fach-Journalisten waren voll des Lobes. So schrieb 1961 Alexander Spoerl im „Stern“: „Taunus-Fahren macht Spaß! Man wir nicht einmal müde dabei, sondern selber lebendig. Man fühlt sich im Taunus als sei man selbst ein Auto.“ Auf besondere Weise brachte Henry Ford II im Oktober 1960 den Ford P3 ins Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit. Am Tag nach der Feier zum 30-jährigen Jubiläum von Ford in Köln fuhr er am Steuer eines schwarzen P3 zu Gesprächen mit Bundeskanzler Konrad Adenauer nach Bonn. Die rundliche Karosserie erweckte sofort das Interesse des sonst wenig autointeressierten Kanzlers, der bei der Ankunft der amerikanischen Gäste die Chance zum Probesitzen nutzte. Bis 1964 erreichte der „Badewannen”-Ford eine Auflage von 669.731 Stück.

02.10.2003 / Ford

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