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Weltpremiere mit Ford & Henkel

Nach dreijähriger Entwicklungszeit hat das Ersatzteilzentrum der Ford-Werke AG in Köln eine so genannte Nanofiltrationsanlage in Betrieb genommen, die weltweit einmalig ist. Henkel half dabei.

Zum Einsatz kommt diese umweltschonende Anlage bei der Reinigung von schwermetallhaltigen Abwässern, die bei der Phosphatierung (also der Vorbehandlung von Blechteilen vor der Lackierung) von Teilen wie Türen, Motorhauben und Kotflügeln entstehen. Die vollautomatisch arbeitende Anlage filtert die Schwermetalle aus dem Abwasserstrom heraus, so dass diese für die Phosphatierung wiederverwendet werden können. Ford und Henkel Surface Technologies haben die Nanofiltrationsanlage für mehr als 500.000 Euro gemeinsam entwickelt. "Die Ergebnisse sind bereits sehr vielversprechend und bestätigen, dass dieses Verfahren das Potential hat, die Auswirkungen automobiler Fertigungsprozesse auf die Umwelt bedeutend zu reduzieren", sagt Dr. Hugo Clysters, der Leiter des Umwelt-Qualitätsbüros von Ford Europa. Dank dieser hochmodernen Technologie verringert sich der verbrauch einer speziellen Phosphatisierchemikalie um 20 Prozent. Darüber hinaus wird Reinigungsmittel überhaupt nicht mehr benötigt; der Frischwassereinsatz sinkt deutlich und der Nickelgehalt im Abwasser-Schlamm wird um fast 100 Prozent reduziert. Außerdem beträgt die Recyclingquote von Zink, Mangan und Nickel aufgrund geschlossener Materialkreisläufe 98 Prozent. Mit der innovativen Nanofiltrationsanlage implementiert Ford eine umweltschonende fertigung, die eine gleichbleibende Produktqualität gewährleistet.

16.10.2002 / Internet

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