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Urteil: Ford muss Familie Millionen-Schadenersatz zahlen

Der amerikanische Autobauer Ford muss einer Familie in Kalifornien 290 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen. Ford will weiter dagegen klagen.

Ford soll der Familie die Summe wegen eines tödlichen Unfalls zahlen. Dieses frühere Jury-Urteil ist am Mittwoch vom kalifornischen Supreme Court bestätigt worden. Ein Anwalt des Autoherstellers nannte die Summe "extrem und verfassungswidrig" und kündigte an, vor den Obersten Gerichtshof zu ziehen. Nach einem schweren Unfall mit einem Ford Bronco im Jahr 1993, bei dem sich das Fahrzeug überschlug, hatten die Überlebenden Ford auf Schadenersatz verklagt. Bei dem Unfall waren drei Familienmitglieder ums Leben gekommen. Die Jury, und später ein Berufungsgericht, befanden den Konzern wegen "verabscheuungswürdigen" Geschäftspraktiken schuldig. Das Fahrzeug habe zum Überrollen geneigt und nicht genügend Schutz geboten, urteilten die Richter. Dem Familienanwalt zufolge soll Ford gewusst haben, dass der Wagen beim Überschlagen "wie ein Pfannkuchen" zusammengedrückt würde.

25.10.2002 / rpo

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