Die Erfolgsgeschichte des Ford Transit von 1965 bis 2013

Das Produktionsvolumen des legendären Ford Transit hat am 20. Juni 2013 die magische Marke von 7 Millionen erreicht – fast 50 Jahre nachdem das erste Exemplar des erfolgreichen Nutzfahrzeugs bei Ford vom Band gelaufen ist. Der siebenmillionste Ford Transit lief im Werk Jiangling Xiaolan in der chinesischen Stadt Nanchang vom Band.

Aus Anlass dieses Jubiläums nachfolgend ein Blick auf die überaus erfolgreiche Geschichte des vielseitigen Ford Transit, der weltweit eine echte Nutzfahrzeug-Ikone ist. Seine Evolution im Überblick:

Die Zeit vor 1965

Vor 1965 bietet Ford für seine europäische Kunden zwei unabhängige Nutzfahrzeug-Linien: den FK-Transporter, der 1953 in Deutschland ins Leben gerufen wurde, und das Modell „Thames“, das ab 1954 in Großbritannien erhältlich war. Zu Beginn der 1960er Jahre wuchs in ganz Europa die Nachfrage nach mehr Ladekapazität, höherer Nutzlast, mehr Flexibilität und mehr Geschwindigkeit. Zu dieser Zeit beschließt Ford, die beiden existierenden Modelle durch eine einzige, komplett neue Transporter-Generation zu ersetzen, um die Bedürfnisse der boomenden europäischen Volkswirtschaften zu erfüllen. Der Ford Transit ist geboren; er wird in Großbritannien und in Deutschland produziert.

1965

Der erste „echte“ Ford Transit rollt am 9. August 1965 im Nutzfahrzeugwerk Langley in der britischen Grafschaft Berkshire vom Band. Er zeichnet sich durch Innovationen wie zum Beispiel ein optionales Lenkradschloss, eine seitliche Laderaumöffnung und Befestigungspunkte für Sicherheitsgurte aus. Kurze Zeit nach der Markteinführung folgen so moderne Details wie Halogen-Scheinwerfer, schlauchlose Reifen und gewichtsoptimierte Blattfedern. Für die ersten Modelle stehen ein 1,7-Liter-Benziner mit 74 PS, ein 2,0 Liter-Benziner mit 86 PS sowie ein 44 PS starker Perkins-Diesel zur Auswahl.

Charakteristisch für diese Modellreihe ist schon damals das umfangreiche Angebot an unterschiedlichen Varianten und Versionen, mit denen sich der Ford Transit individuell den Anforderungen der Kunden anpassen lässt. Der moderne Transporter steht mit kurzem Radstand (2.692 mm) und 610, 865 oder 1.120 Kilogramm Nutzlast sowie mit langem Radstand (2.997 mm) und zwillingsbereifter Hinterachse zur Verfügung. Letzterer ist mit einer maximalen Nutzlast von 1.272, 1.527 oder 1.782 kg erhältlich. Je nach Einsatzzweck liefert Ford den Transit mit großer Heckklappe oder konventionell zweigeteilten Laderaumtüren aus.

1966

Es dauert nicht lange, bis sich der neue Ford Transit einen exzellenten Ruf für seine weit überdurchschnittliche Robustheit erwirbt. Er steigt schnell zur bevorzugten Wahl auf, wenn ein sicheres und zuverlässiges Nutzfahrzeug gefragt ist – zum Beispiel für den Polizei-Einsatz, als Ambulanz, für Feuerwehren oder auch bei Sicherheitsfirmen.

Innerhalb kurzer Zeit sprechen sich die Vorteile des Ford Transit weltweit herum. So verrichtet schon bald eine kleine Flotte von Ford Transit-Bussen in Peru auf einer der höchstgelegenen Linienrouten der Welt ihren Dienst. Dabei überqueren die Fahrzeuge täglich Anden-Pässe in über 4.000 Metern Höhe.

Ebenfalls großer Beliebtheit erfreut sich der Ford Transit in der Musikbranche. Generationen von Rock- und Pop-Gruppen sind tingeln mit ihm und in ihm von Auftritt zu Auftritt – sie schätzen dabei vor allem sein großzügiges Platzangebot und seinen fortschrittlichen Geräusch- und Federungskomfort.

1968

Im englischen Dagenham vor den Toren Londons laufen die ersten Dieselmotoren für den Ford Transit vom Band – Auftakt für eine 37 Jahre währende Produktion an diesem Standort.

1970

Im britischen „New Society“-Magazin überrascht ein Professor Reyner Banham mit der durchaus ernst gemeinten Forderung, einen Ford Transit für die Nachwelt zu konservieren: „Anthropologen und Archäologen werden auch in Zukunft die Entwicklung der Gesellschaft und der Menschheit anhand von Fundstücken und Artefakten bewerten. Aus diesem Grunde müssen wir nachfolgenden Generationen einen Ford Transit bewahren – als außergewöhnlich treffendes Spiegelbild unseres Lebensstils“.

1971

Der Ford Transit erhält einen modernisierten Auftritt in Form eines überarbeiteten Kühlergrills, der nun eher an einen Pkw erinnert. Weiteres Highlight dieses Jahres: Der erste von insgesamt vier spektakulären „Supervans“ feiert auf der Rennstrecke von Brands Hatch sein viel beachtetes Debüt. Genau genommen handelt es sich dabei allerdings um einen Ford GT40-Supersportwagen mit 5,0 Liter großem V8-Motor und Transit-Silhouette. Der Aufsehen erregende „Supervan“ ist für eine Höchstgeschwindigkeit von immerhin 240 km/h gut.

1972

Mit dem sogenannten „York“-Motor hält erstmals ein kompakter Hochleistungsdiesel Einzug in die Ford Transit-Modellpalette. Er steht mit 55 PS für die Version mit kurzem Radstand sowie mit 62 PS für die längere Variante zur Verfügung.

Die Polizei von London macht unfreiwillig Werbung für den Ford Transit und erklärt ihn zum „meistgesuchten Van Großbritanniens“. Hintergrund: „In 95 Prozent aller Banküberfälle setzen die Täter auf einen Transit als Fluchtfahrzeug“, erklärt ein Sprecher von Scotland Yard. „Mit den Fahrleistungen eines Pkw und seinem für Diebesgut großzügig bemessenen Laderaum ist er offensichtlich die ideale Wahl…“.

In Monza stellt Ford mit zwei verschiedenen Modellen drei neue Weltrekorde für leichte Nutzfahrzeuge mit Dieselmotoren auf. Ein Kastenwagen mit kurzem Radstand legt auf der berühmten Grand Prix-Rennstrecke innerhalb von sieben Tagen und Nächten eine Strecke von 10.000 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 120 km/h zurück, die zwölfsitzige Bus-Variante spult sogar 16.000 Kilometer mit einem mittleren Tempo von 119 km/h ab.

1973

Als erstes Nutzfahrzeug auf dem Markt rüstet Ford die gesamte Transit-Baureihe mit der neu entwickelten Radialreifen-Technologie aus, mit denen sich die Betriebskosten deutlich senken lassen.

1974

Einen Vorgeschmack auf die Zukunft liefert ein Ford Transit, der die lange Karosserievariante mit Einzelbereifung an der Hinterachse (statt der bislang üblichen Zwillingsbereifung) und einer Nutzlast von 1.000 Kilogramm kombiniert.

1975

Ford präsentiert eine deutlich überarbeitete Version des Transit im „Black Look“. Sie ist bereits optisch an einem modifizierten Kühlergrill, geänderten Stoßfängern und Außenspiegeln sowie einem Windschutzscheibenrahmen zu erkennen, die jeweils in funktionalem Schwarz abgesetzt werden. Das Cockpit überzeugt mit einem um 100 Millimeter großzügiger dimensionierten Fußraum, der von der weiter nach vorn verlegten Pedalerie und weiter hinten positionierten Sitzen profitiert. Die verlängerte Lenksäule verbessert die Sitzposition für den Fahrer. Ebenfalls von großer Bedeutung: Als erster Transporter überhaupt kommen im Ford Transit mit kurzem Radstand Scheibenbremsen vorn mit Bremskraftverstärkern zum Einsatz. Modelle mit langem Radstand erhalten diese für die Sicherheit so wichtige Modifikation ein Jahr später.

1976

Das neue „Schwergewicht“ innerhalb der Ford Transit-Baureihe trägt die Zusatzbezeichnung „190“ und bietet ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Zeitgleich mit dieser neuen Schwerlastversion gehören Scheibenbremsen an der Vorderachse jetzt für die gesamte Modellpalette zur Serienausstattung. Und es gibt noch einen weiteren Grund zum Feiern: den einmillionsten Ford Transit!

1978

Erstes großes Facelift für das erfolgreiche Transportermodell von Ford. Der neu gestaltete Ford Transit überzeugt mit glatteren, aerodynamischeren Formen und einer geradlinig gezeichneten, etwas verlängerten Frontpartie. Sie schafft Platz für neu entwickelte und noch sparsamere Benziner-Motorisierungen mit oben liegender Nockenwelle sowie für die immer beliebter werdenden Diesel. Ebenfalls neu: Das C3-Automatikgetriebe und ein leistungsfähigeres Heizungssystem auf Pkw-Niveau.

1982

Die Welt ist Augenzeuge, als britische Truppen in Port Stanley auf den Falkland-Inseln anlanden – und ausgerechnet zwei zivile Ford Transit zu den ersten Fahrzeugen gehören, die vom Schiff rollen. Es handelt sich dabei um mobile Kantinen, die aber unmittelbar noch der Anlandung noch eine zusätzlich Aufgabe übernehmen müssen: Starthilfe. Denn die meisten Armee-Lkw springen nach der mehrwöchigen Überfahrt nicht mehr an und benötigen, anders als die beiden Ford, erst externe Unterstützung.

1983

Im Rahmen der Entwicklung eines 2,5 Liter großen Vierzylinder-Diesels mit hochmoderner Direkteinspritzungs-Technologie schickt Ford 100 Transit mit Prototypen-Motoren in einen großangelegten Feldversuch.

1984

Der hochgelobte 2,5-Liter-DI-Diesel feiert sein Seriendebüt. Er kombiniert eine deutliche höhere Leistung von 62 und 68 PS mit bis zu 24 Prozent weniger Kraftstoffverbrauch.

1985

Das nächste Produktionsjubiläum steht an: Am 25. Juli 1985 rollt der zweimillionste Ford Transit vom Band. Anlass genug für die Marke, auf der Formel 1-Rennstrecke von Silverstone den zweiten Supervan vorzustellen. Auch dieses Mal liefert mit dem Ford C100 ein Le-Mans-Bolide die Basis. Angetrieben wird der bis zu 280 km/h schnelle Solitär von einem DFY-Achtzylinder von Cosworth. Zugleich zeichnet sich ein wichtiger Modellwechsel ab: 20 Jahre nach der Weltpremiere des Transit kündigt Ford die Markteinführung einer von Grund auf neu entwickelten Transporter-Generation an.

1986

Im Januar präsentiert Ford die neue Transit-Generation der Öffentlichkeit. Mit ihrer modernen, durchgehend schräg geneigten Frontpartie stellt sie einen radikalen Bruch zum Vorgänger dar; dies spiegelt sich geradezu exemplarisch in einem Luftwiderstandsbeiwert von cW = 0,37 wider – Bestwert in diesem Segment und sogar vorteilhafter als bei vielen Pkw-Modellen. Obwohl auch das Ladevolumen um elf bis 13,5 Prozent erhöht werden kann, sinkt der Kraftstoffbedarf des Transporters um bis zu acht Prozent. Dabei stellt die Frontpartie nicht nur aus aerodynamischer Sicht einen klaren Fortschritt dar, sie überzeugt auch mit bis dahin im Nutzfahrzeugbereich nicht üblichen sehr guten Crash-Eigenschaften und ermöglicht einen nochmals leichteren Zugang für Service-Arbeiten im Motorraum.

Mehr Komfort bietet zudem das geräumigere Cockpit, während die großzügiger dimensionierten Türen den Einstieg erleichtern und die tiefer ausgeschnittenen Seitenfenster mehr Licht in den Innenraum lassen. Gleiches gilt für den Zugang zum Laderaum, der dank breiterer und höherer Karosserieöffnungen jetzt auch von der Seite mit einen Meter breiten Standardpaletten beladen werden kann. Weitere wichtige Neuheiten betreffen die modifizierten McPherson-Federbeine der Vorderachse, die präzisere Zahnstangenlenkung für Modelle mit kurzem Radstand sowie Hochsicherheits-Verriegelungen für die Türen und das Zündschloss.

1989

Ein weiterer Produktionsrekord für die ungebrochen populäre Nutzfahrzeug-Baureihe: Mit insgesamt 173.059 Stück haben so viele Ford Transit wie noch nie in nur einem Jahr die Fertigungsanlagen im britischen Southampton, dem belgischen Genk und dem portugiesischen Azambuja verlassen.

1991

Ford verbessert den Transit konsequent weiter. Was in diesem Jahr von außen betrachtet wie ein kleines Facelift mit dezent überarbeiteter Frontpartie (Scheinwerfer, Kühlergrill, Blinker, Motorhaube) aussieht, wirkt sich unterhalb des Blechs deutlicher aus. Die Modifikationen senken einerseits die Produktionskosten, sorgen andererseits aber vor allem für nochmals optimierte Crash-Eigenschaften, speziell was den Frontalaufprall mit 48 km/h betrifft. Hinzu kommt eine entsprechende Verstärkung des Chassis für die modifizierte Aufnahme der drei Dreipunktgurte für die vorne Sitzenden inklusive der in puncto Sicherheit ebenfalls weiterentwickelten Vordersitze. Weiterer Zusatzeffekt: Auch der auf 15-Zoll-Reifen rollende Ford Transit mit kurzem Radstand kann in der Version „150“ jetzt mit einer maximalen Zuladung von 1,5 Tonnen aufwarten, sowie mit einer durchgehende Ladebreite von 1,38 Metern.

Außerdem zeichnet sich der neue Jahrgang auch durch eine weitere Neuheit aus: der ersten Turbodiesel-Motorisierung. Der Ableger des 2,5-Liter-DI-Vierzylinders überzeugt mit dem ersten elektronischen Motormanagement, das überhaupt in einem leichten Nutzfahrzeug zum Einsatz kommt, und kombiniert ein souveränes Leistungsangebot von 100 PS mit bemerkenswert niedrigen Abgasemissionen. Parallel hierzu präsentiert Ford auch einen 2,5-DI-Saugdiesel mit 80 PS.

1994

Am 15. September gibt es einen neuen Eintrag in der Rekordliste des Ford Transit: das dreimillionste Exemplar ist fertig. Noch im gleichen Monat enthüllt Ford das nächste Upgrade mit ovalem Kühlergrill mit integriertem Markenlogo. Der neue Ford Transit ist so sicher wie noch nie zuvor – es debütieren ein vollwertiger Dreipunktgurt für den mittleren Passagier vorn und ein zweistufiger Fahrer-Airbag. Auch Gurtstraffer zählen nun für den Fahrer und den außen sitzenden Beifahrer gleichermaßen zur Serienausstattung.

Auch in puncto Verarbeitung und Komforteigenschaften setzt dieser Ford Transit völlig neue Maßstäbe. Allein die Geräuschemissionen, gemessen auf Ohrhöhe des Fahrers, sinken um fünf dB(A). Dies entspricht einer Reduzierung der subjektiv empfundenen Lärmbelastung um rund 70 Prozent. Auf diese Weise erreicht der Akustik-Komfort in der Kabine des Ford Transit das hohe Niveau eines Pkw. Deutlich verbessert präsentiert sich auch die Einbruchs- und Diebstahlsicherung des Ford Transit – dank Zentralverriegelung, Diebstahlwarnanlage, Doppelverriegelung und auch der Wegfahrsperre für die Zündung, die ein unautorisiertes Starten des Motors zuverlässig verhindert.

1995

Zeit für den nächsten Überflieger mit Transit-Silhouette: Aus dem Supervan II moduliert Ford den Supervan III. Unter der optisch eher zurückhaltenden Hülle der jüngsten Ford Transit-Generation verbirgt sich dieses Mal ein echtes Formel 1-Chassis inklusive eines 3,5 Liter großen Grand Prix-Achtzylinders.

1996

Das Modellprogramm ist um eine weitere Variante reicher: den 17-sitzigen Minibus. Er verbindet besonders hohen Reisekomfort mit in jeder Beziehung beispielhafter Sicherheit: serienmäßig an Bord sind unter anderem Dreipunktgurte, die auch die hohen Anforderungen an Pkw erfüllen, hohen Sitzlehnen mit Kopfstützenfunktion sowie Airbags für den Fahrer und den Beifahrer auf dem äußeren Frontsitz. Auch ABS zählt nun zur Serienausstattung.

1997

Der Ford Transit läuft ab sofort auch im vietnamesischen Werk Hai Dong sowie im chinesischen Nanchang vom Band, wo ein Joint Venture zwischen der Jiangling Motors Co. (JMC) und Ford seine Arbeit aufnimmt.

1998

Ford bietet den Transit erstmals auch mit umweltschonendem Flüssiggasantrieb (LPG) an. Besondere Bedienfreundlichkeit bietet das automatische Kupplungssystem, das das linke Pedal komplett ersetzt. Dabei erkennen Sensoren, wann ein Gangwechsel ansteht, und aktivieren eine elektronisch geregelte Hydraulik. Und noch eine markante Produktverbesserung: Ford führt für diese Baureihe eine elektronisch geregelte Bremskraftverteilung in Kombination mit einer Traktionskontrolle ein, die den Anhalteweg je nach Beladungszustand optimiert.

2000

35 Jahre nach Markteinführung der Ford Transit-Familie startet der populäre Transporter in eine neue Ära: Ford präsentiert auf der Nutzfahrzeugmesse RAI in Amsterdam die nächste Generation seines Verkaufsschlagers, die im belgischen Werk Genk produziert werden wird. Markanteste Innovation der neuen Baureihe: Sie steht erstmals sowohl mit Heck- als auch mit Frontantrieb zur Verfügung. Parallel dazu vermeldet auch die Produktion einen neuen Rekord – den viermillionsten Ford Transit!

Eines der ersten neuen Modelle bildet die Basis für ein ganz besonderes Fahrzeug: den Ford World Rallye Transit. Abgeleitet vom erfolgreichen Ford Focus-World Rallye Car aus der Rallye-Weltmeisterschaft, begeistert das ebenfalls im charismatischen Martini-Rallye-Trimm dekorierte Ausstellungstück mit einer speziellen Frontschürze und einem Heckflügel aus Kohlefaser, dem Interieur eines Rallye-Boliden inklusive Überrollkäfig, Schalensitzen, Sechs-Punkt-Sicherheitsgurten, integrierter Feuerlöschanlage und einem Datenaufzeichnungssystem. Angetrieben wird der spektakuläre Prototyp von einem leistungsgesteigerten 2,4-Liter-Diesel, der 165 PS sowie ein maximales Drehmoment von 410 Newtonmetern entwickelt. Dies befähigt ihn zu einem Spurt auf 100 km/h in weniger als acht Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Eine modifizierte Auspuffanlage, ein tiefer gelegtes Fahrwerk sowie ein üppig dimensioniertes Bremssystem runden den spektakulären Umbau ab.

2001

Technologie aus dem Motorsport hält auch in die Serienmodelle des Ford Transit Einzug: Die Gangwechsel der hochentwickelten Durashift EST-Automatik kann der Fahrer jetzt auf Wunsch über Bedienelemente am Lenkrad steuern – ähnlich wie Formel 1-Piloten.

Ansonsten sammelt die Ikone unter den Transportern Ehrungen am laufenden Band: 20 Fachjournalisten aus ganz Europa wählen ihn zum Beispiel zum „International Van of the Year“, in Finnland gewinnt er den renommierten „Arctic Van Test of 2001“. Wie sehr der Ford Transit den speziellen Anforderungen im besonders anspruchsvollen Kurier-, Express- und Paketdienst (KEP)-Segment entspricht, beweist eine weitere Auszeichnung: In Deutschland verleiht ihm eine Jury aus Flottenmanagern aus dem KEP-Bereich den Titel „KEP-Transporter des Jahres“.

2002

Der Ford Transit ist erneut das meistverkaufte leichte Nutzfahrzeug Europas. 163.656 Einheiten finden 2001 einen Käufer, über 5.000 mehr als im bisherigen Rekordjahr 1998. Innerhalb von nur 24 Monaten haben sich die Ford Transit-Varianten mit Frontantrieb einen Anteil von fast 50 Prozent am Verkaufsvolumen erobert.

Einmal mehr nutzt Ford die RAI in Amsterdam, um eine weitere Variante des Ford Transit vorzustellen: den Großraumkastenwagen, der mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 4,25 Tonnen eine bislang unerreichte Kombination aus Frachtvolumen und Zuladungskapazität mit einem Höchstmaß an Sicherheit vereint. Und noch eine wesentliche Neuerung: Künftig steht für den Ford Transit auch die neue Duratorq-TDCi-Dieselgeneration zur Verfügung. Den Auftakt macht dabei der 2,0 Liter große Vierzylinder mit 88 kW (125 PS) für den Ford Transit mit Frontantrieb.

2003

Nach dem frontangetriebenen Transit mit flachem Ladeboden und einer Tonne Zuladung bietet Ford diese Modellversion nun auch mit einer Nutzlast von zwei Tonnen an und erweitert damit die Angebotsvielfalt weiter. Als erster Transporter in seinem Segment hat der Ford Transit erstmals in allen Varianten ein serienmäßiges Antiblockier-Sicherheitssystem. Der Ford Transit Connect, das kompaktere Schwestermodell, wird zum „International Van of the Year“ gewählt.

2004

Die Produktion des Ford Transit zieht um: Statt im belgischen Genk – wo in Zukunft die großen Pkw-Modelle Mondeo, S-MAX und Galaxy vom Band laufen – wird der erfolgreiche Transporter fortan im hochmodernen Werk Ford-Otosan im türkischen Kocaeli gefertigt. Dort hat die Ford Transit-Herstellung schon Tradition: Ford Transits werden in der Türkei bereits seit 1967 produziert, bislang allerdings vornehmlich für außereuropäische Märkte. Die Fertigung im britischen Southampton ist von dieser Verlagerung in die Türkei nicht betroffen.

2005

Zwei erfreuliche Ereignisse stechen aus Sicht des Ford Transit in seinem 40. Produktionsjahr heraus: Am 9. August verlässt das fünfmillionste Exemplar die Werkhallen und mit dem Ford Transit Connect ist es der kleinere Bruder, der in Finnland den „Arctic Van Test“ für sich entscheidet.

2006

Startschuss für die derzeit noch aktuelle, sechste Generation des Ford Transit. Sie setzt sich durch umfangreiche Modifikationen vom Vorgänger ab und erhält zum Beispiel ein neu gestaltetes Interieur mit einem Schalthebel, der in den Armaturenträger integriert wurde, sowie zahlreiche weitere Komfortdetails und -funktionen. Optional ist erstmals auch ein elektronisches Stabilitäts- und Sicherheitsprogramm (ESP) für die Mehrzahl der Modellversionen verfügbar. Auf der Antriebsseite sorgen sieben neue Motorisierungen – sechs Diesel, ein Benziner – für Vielfalt – hinzukommen umweltgerechte Erdgas- (CNG) und Flüssiggas-Alternativen (LPG).

2007

Neue Maßstäbe setzt die Ford Transit-Baureihe – frisch zum „International Van of the Year 2007“ gekürt – auch in puncto Kraftübertragung: Bietet das erfolgreiche Nutzfahrzeug seinen Kunden bislang bereits die Auswahl zwischen Front- und Heckantrieb, so kommt jetzt noch ein intelligentes Allrad-Antriebssystem hinzu – eine Vielfalt, die in diesem Segment ein absolutes Novum darstellt. Fortschrittliche Wege beschreitet Ford zudem bei der Fahrsicherheit: ESP zählt in allen front- und heckgetriebenen Modellen mit Duratorq-TDCi-Motoren zur Serienausstattung. Und dass einem Transporter auch ein dynamischer Auftritt gut steht, stellt die neue „Sport“-Version des Transit mit formschönen Leichtmetallrädern, der klassischen Dunkelblau-Metallic-Lackierung und zwei weißen Le-Mans-Streifen unter Beweis.

2008

Ford bringt den stärksten Transit aller Zeiten auf den Markt. Sein 3,2 Liter großer Duratorq-TDCi-Diesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung kombiniert 147 kW (200 PS) mit einem bulligen Drehmoment von 470 Nm und einem bemerkenswert geringen Durchschnittsverbrauch. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 4,6 Tonnen eignet sich diese Modellvariante zum Beispiel für den Transport zeitkritischer Güter oder für das Ziehen besonders schwerer Anhänger.

2009

Nach dem stärksten lässt Ford den abgasärmsten Transit aller Zeiten folgen: Der neue Transit ECOnetic basiert auf dem frontgetriebenen FT280-Chassis mit kurzem Radstand, sein 2,2-Liter-Duratorq-TDCi-Motor mit 85 kW (115 PS) begnügt sich im Euromix mit nur 7,2 Litern Diesel auf 100 Kilometer – ein bemerkenswert niedriger Wert, der CO2-Emissionen von lediglich 189 g/km entspricht. In Verbindung mit dem optionalen Dieselpartikelfilter (DPF) erfüllt der Ford Transit ECOnetic als erstes Nutzfahrzeug von Ford die strenge Euro-5-Abgasnorm.

2010

Kurz vor seinem 45. Geburtstag im August des Jahres kann der Ford Transit einen weiteren Rekord vermelden: Am 30. April rollt das sechsmillionste Exemplar vom Band. Ein Ereignis, das in den Werken Kocaeli (Türkei), Southampton (Großbritannien), Nanchang (China) und Hai Duong (Vietnam) gleichermaßen gefeiert wird und die beeindruckende Erfolgsgeschichte dieser Modellreihe um einen weiteren Eintrag erweitert.

2011

Ford führt für den Transit die neue, besonders sparsame 2,2-Liter-Duratorq-TDCi-Dieselmotorenfamilie ein. Für hervorragende Verbrauchs- und Emissionswerte sorgen zudem beispielsweise neue Spritspar-Technologien wie das Start-Stopp-System oder die zuschaltbare Geschwindigkeitsregelanlage.

2012

Der neue Baureihe Ford Transit Custom feiert ihr Marktdebüt. Diese spezielle Transportlösung für das Ein-Tonnen-Segment bietet ein neues Level in puncto Stil, Sicherheit und Nutzlast sowie geringen Kraftstoffverbrauch und niedrige Betriebskosten. Aus diesem Grund erhielt der kompakte Allrounder das Prädikat „International Van of the Year 2013“, darüber hinaus ist der Ford Transit Custom das erste Fahrzeug in seinem Segment, das die Bestnote von fünf Sternen beim Euro NCAP-Crashtest erhält.

Im gleichen Jahr präsentiert Ford außerdem das umfangreichste Nutzfahrzeug-Modellprogramm der europäischen Markenhistorie: Ford will bis Anfang 2014 vier Nutzfahrzeug-Baureihen auf den Markt bringen: die nächste Generation des Transit Courier/Tourneo Courier, die nächste Generation des Transit Connect/Tourneo Connect; die neue entwickelte Baureihe Transit Custom/Tourneo Custom sowie die nächste Generation des „großen“ Transit.

2013

Am 20. Juni feiert Ford Produktion des siebenmillionsten Transit, der im neuen Nutzfahrzeug-Montagewerk im chinesischen Nanchang vom Band läuft.

20.06.2013 / Ford

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© 2019 Stefan Klausmeyer